So weit ich zurück denken kann, liebe ich es Fotos zu machen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor dem Urlaub oder dem Ferienlanger schnell noch in den nächsten Drogeriemarkt gefahren bin, um ein paar Filme für den Fotoapperat zu kaufen. Ja, es waren so einige Filme, die ich innerhalb kürzester Zeit verknipst habe. Da wurden die Pferde auf dem Reiterhof aus den verschiedensten Positionen fotografiert. Aber auch andere Tiere, besonders meine beiden Meerschweinchen, Freunde, Familie, Sehenswürdigkeiten, einfach alles musste vor meine Linse. Lang war die Zeit der Warterei während die Filme entwickelt wurden. Bis zu zwei Wochen musste man damals auf seine Fotos warten. Umso schöner war der Moment, wenn man seine Bildermappe wie eine Überraschungstüte öffnen durfte und einem die sanfte Meeresbrise oder der ländliche Duft von Pferdeäpfeln entgegen wehte, weil man in diesem Moment wieder von den Urlaubserinnerungen eingeholt wurde.
Seit dem hat sich viel verändert. Die Digitalisierung nahm seinen Lauf, die Leidenschaft ist geblieben und ich lebte sie mal mehr, mal weniger aus. Nach dem traditionellen Fotoapperat folgte die erste Zeit der Fotohandys, was es sehr einfach machte, Freunde und Familie an Erlebnissen und Schnappschüssen teilhaben zu lassen. Ich bekam meine erste Digitalkamera von Samsung, eine Marke, der ich im übrigen in allen technischen Bereichen gerne treu bleibe und mit der ich immer sehr zufrieden bin. Ich war begeistert über die Produkte, die sie mir schenkte und was ich damit anstellen konnte. Ich brachte mir simple Grundlagen der Bildbearbeitung bei und weil ich seit ich schreiben kann, eine mindestens genauso große Vorliebe für das Verfassen von Gedichten, Geschichten und Texten hegte, fing ich das erste Mal an zu bloggen...ein Lifestyleblog über Kosmetik, Kleidung, gutes Essen und das Leben.
Ich wollte meine Fotos und meine Art zu leben, meine Interessen und Ideen mit der Welt teilen. In Zeiten von Hackerkultur, Web-Kriminalität und Datenschutzaffären fragt man sich womöglich, warum es Leute gibt, die ihre Fotos, ihr Leben, ihre privacy, derart offenherzig zur Schau stellen. Nun, sicherlich spielt ein gewisser Anteil an Narzissmus eine Rolle, tue eine Prise Selbstfindung dazu und vor allem, und das ist das Wichtigste, habe Freude und Spaß bei dem was du tust.
Übrigens, an dem alten Fotoapperat aus meinen Kindertagen erfreuen sich nun die Kinder, die ich täglich betreue. Früh übt sich, wer mal Blogger werden will :-)



